„Höschen“ pfeift Mauritz gegen Nullfünf – von Christian Lehmann

(20.10.14) Einen denkwürdigen Sonntagnachmittag erlebte SV Mauritz-Coach Christopher Dunkel-Steinhoff bei der 1:6 (1:4)-Heimniederlage gegen den FC Münster 05. Nachts zuvor war im Vereinsheim des Fusionsvereins eingebrochen und die Technik entwendet worden. Kurz vor Spielbeginn stellte sich zudem heraus, dass der angesetzte Referee nicht erschienen war …

Glücklicherweise stellte sich Schiedsrichter Christian Hölscher, der zuvor die Partie der Mauritz-Zweitvertretung gegen Westbevern (0:9) gepfiffen hatte, zur Verfügung. Bei der Eingabe des DFB-Net-Spielberichts auf dem Handy spielte Dunkel-Steinhoff dann sein T9 einen Streich, sodass im Spielbericht der Name „Höschen“ auftauchte. Für diesen Fauxpas entschuldigte sich der Mauritz-Coach und bedankte sich beim Referee für seinen Einsatz.
„Das war ein K….start“, fand Dunkel-Steinhoff. Sein Team fand denn auch gar nicht in die Partie. Das Spiel hatten die Gastgeber nach einer Viertelstunde quasi verloren. Durch eine verunglückte Flanke von David Menberg (6.), einen Abstauber von Leon Krause (10.) und ein Tor von Christoph Clement nach Hereingabe von Thomas Burkowski (14.) schossen die Gäste eine 3:0-Führung heraus. „Ich war im weiteren Spielverlauf froh, dass wir so losgelegt haben“, sagte Nullfünf-Coach Daniel Alpmann.
Nullfünf schaltet ab
Denn in der Folge ruhten sich die Gievenbecker auf ihrer Führung aus und ermöglichten Mauritz den 1:3-Anschlusstreffer durch Fabian Hoffschröer (37.). Auch danach machte Mauritz weiter Dampf und besaß durchaus Gelegenheiten, auf 2:3 zu verkürzen. Gut für Nullfünf, dass der Tabellendritte mit Christoph Clement einen echten Knipser in den eigenen Reihen hat. Clement erzielte nicht nur in der 42. Minute das 1:4 aus SVM-Sicht, sondern markierte auch den Treffer zum 1:5 auf Zuspiel von Maciej Muzalewski (78.). Den Schlusspunkt setzte der starke David Menberg (87.).
„Die haben ihre Tore teils überragend ausgespielt“, lobte Dunkel-Steinhoff den Gegner. „Die haben enorme Qualität vorne. Nett, dass wir uns mit ihnen messe durften.“ Daniel Alpmann hatte vor allem die starke Anfangsphase seines FC Münster 05 gefallen. „Wir waren in der zweiten Hälfte irgendwann fertig. Da kann man so ein Spiel dann auch mal verwalten.“
SV Mauritz – FC Münster 05 1:6 (1:4)
0:1 Menberg (4.), 0:2 Krause (10.),
0:3 Clement (14.), 1:3 Hoffschröer (37.),
1:4 Clement (42.), 1:5 Clement (78.),
1:6 Menberg (87.)