Der FC Münster 05 kam am Sonntag beim vorletzten Heimspiel gegen den aufmüpfigen FC Mecklenbeck mit einem blauen Auge davon und gewann denkbar knapp mit 3:2. Dabei bewies die Mannschaft tolle Moral nach zweimaligem Rückstand.

Der Spitzenreiter musste urlaubsbedingt auf Ricken verzichten. Zusätzlich fehlten gelb-rot Sünder Schweers, sowie Muzalewski. Beim FC stand überraschend Top Stürmer Ambroszuk nicht zur Verfügung.

Von Beginn an setzte der Favorit den Gast aus Mecklenbeck unter Druck und es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Bei hochkarätigen Chancen durch Clement, Homann, Schweizer und Burkowski sprang jedoch abgesehen von einem Aluminiumtreffer zu wenig heraus. Mecklenbeck machte weniger fußballerisch auf sich aufmerksam, als durch die typische, harte Gangart. Vor Allem verbal mitunter über die Grenze des Erlaubten.

In der zweiten Halbzeit kam zunächst der Gast zu einigen Kontergelegenheiten. Eine davon resultierte in einen Freistoß, den die einzige Spitze aus etwa 22m zur Führung einnetzte. Im Gegenzug erkämpfte sich der inzwischen eingewechselten Menberg an der gegnerischen Grundlinie die Kugel, bediente Clement, der den mitgelaufenen Homan sah. Dieser tunnelte den gegnerischen Torwart zum umjubelten Ausgleich. Ein starkes Tor, das der Mannschaft eigentlich Sicherheit geben sollten, doch einige Zeit später die erneute Führung des Kellerkindes nach schottischem Stil – langer Ball, gewonnenes Kopfballduell im Zentrum, konsequenter Abschluss.
Wie so oft in dieser Saison ließ sich die Mannschaft dadurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen und drehte in den letzten 15 Minuten das Spiel zu ihren Gunsten. Zuerst war es Clement, nach verlängertem Schweizer Einwurf und anschließend Süßer mit einem fulminanten Freistoßtor. Spätestens mit der redlich verdienten gelb-roten Karte gegen Spielertrainer Thoma war das Spiel gelaufen und drei Punkte mehr auf dem Konto des Spitzenreiters vom Arnheimweg.
Trotzdem sollte das Ergebnis nicht über einen weitesgehend unsouveränen Auftritt hinwegtäuschen.
Im nächsten Spiel ist eine Leistungssteigerung vonnöten, denn sicherlich würde der nächste Gegner Tus Altenberge einen solchen Auftritt konsequenter bestrafen.

von Hendrik Schweers